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SB4232
ÜBERBLICK
Elektrochemischer Ammoniaksensor mit Messbereich 0–100 ppm und 10 ppb Auflösung. Geringe Querempfindlichkeit und M8-Anschluss für Landwirtschaft, Industrie und Abfallwirtschaft.
FUNKTIONEN
Elektrochemische Erfassung mit hoher Ammoniak-Selektivität
0–100 ppm Messbereich mit 10 ppb Auflösung
100 ppb Nachweisgrenze
Kompaktes 25-g-Steckmodul mit Polyamidgehäuse
Kompatibel mit Air Pro 2 und Air Lite
Standzeit über 1 Jahr mit Feldservice
SPEZIFIKATIONEN
| Technologie | Elektrochemisch |
| Messbereich | 0 bis 100 ppm |
| Auflösung | 10 ppb |
| Nachweisgrenze | 100 ppb |
| Wiederholgenauigkeit | 50 ppb |
| Typische Genauigkeit | ±5 ppm |
| Ansprechzeit | <150 s |
| Garantierter Bereich | 200 ppm |
| Abmessungen | 55 × 40 × 30 mm |
| Gewicht | 25 g |
| Gehäuse | Polyamid |
| Betriebstemperatur | −30 bis +50 °C |
| Betriebsdruck | 800 bis 1.200 hPa |
| Betriebsfeuchte | 15 bis 90 %RH |
| Standzeit | >1 Jahr |
Ammoniak ist ein stechend riechendes Gas, das aus landwirtschaftlichen Betrieben, Abfallzersetzung, industriellen Prozessen und Abwasserbehandlung freigesetzt wird. Es ist sowohl Geruchsbelästigung als auch Umweltthema — Ammoniakemissionen tragen über sekundäre Aerosolchemie zur Feinstaubbildung bei, und übermäßige Stickstoffablagerung schädigt empfindliche Lebensräume. Der Sensorbee NH₃-Sensor (SB4232) ist ein elektrochemisches Modul, das Ammoniak von 0 bis 100 ppm mit 10 ppb Auflösung und 100 ppb Nachweisgrenze misst. Dieses kompakte 25-g-Steckmodul wird über den M8-Anschluss in den Air Pro 2 und Air Lite integriert und ermöglicht die kontinuierliche Ammoniaküberwachung in Landwirtschaft, Industrie und Abfallwirtschaft.
Der Ammoniaksensor nutzt elektrochemische Detektion mit einem auf NH₃-Selektivität ausgelegten Sensorelement. NH₃-Moleküle diffundieren durch eine gasdurchlässige Membran und reagieren an einer Arbeitselektrode — der entstehende Strom ist proportional zur Ammoniakkonzentration. Die Elektrodenchemie ist so konstruiert, dass Querempfindlichkeiten zu anderen atmosphärischen Gasen minimiert werden — ein entscheidendes Merkmal, da Ammoniaküberwachung oft an Standorten erfolgt, an denen auch H₂S, VOC und andere störende Gase vorhanden sind.
Das Modul wird über M8 angeschlossen — ein kompakter, feuchtigkeitsbeständiger Standardstecker, der in der gesamten Sensorbee-Sensorplattform verwendet wird. Diese Steckverbindung sorgt für zuverlässigen elektrischen Kontakt im Außenbereich und ermöglicht den werkzeuglosen Sensorwechsel.
Der Stromverbrauch liegt unter 50 mW — der Ammoniaksensor belastet das Energiebudget der Plattform kaum. Wichtig für solarbetriebene, entfernte Installationen, bei denen der Gesamtverbrauch direkt die Akku-Dimensionierung beeinflusst.
Ammoniakemissionen werden zunehmend von Umweltbehörden und Anwohnern beobachtet:
Die 10-ppb-Auflösung ermöglicht die Erfassung moderater Konzentrationen an Anlagengrenzen und in der Nachbarschaft, der obere Bereich von 100 ppm deckt quellnahe Messungen ab.
Der Sensor arbeitet im Bereich 0–100 ppm — deutlich weiter als die ppb-Bereiche von NO₂, SO₂ und O₃. Das spiegelt die höheren Umgebungskonzentrationen wider, die in Ammoniak-Anwendungen typisch sind: Grenzwerte von 1–10 ppm an Anlagengrenzen sind üblich, quellnahe Werte erreichen Dutzende ppm.
Die Ansprechzeit liegt unter 150 s (t90) — der Sensor erreicht 90 % seines Endwerts innerhalb von zweieinhalb Minuten. Geeignet für kontinuierliche Anwendungen mit fünf- oder fünfzehnminütigen Mittelungsintervallen.
Die geringe Querempfindlichkeit ist ein zentraler Vorteil. An landwirtschaftlichen und Abfall-Standorten enthält die Atmosphäre komplexe Gasgemische mit H₂S, VOC und Methan. Ein Ammoniaksensor mit schlechter Selektivität würde künstlich erhöhte Werte in solchen Mischumgebungen liefern.
Der NH₃-Sensor bietet über ein Jahr Standzeit — wie die anderen elektrochemischen Gassensoren im Sortiment. Feldwechselbare Module minimieren Ausfallzeiten — Tausch ohne Stationswechsel. Planen Sie den jährlichen Tausch:
Der Ammoniaksensor wird über die M8-Schnittstelle in den Air Pro 2 und Air Lite integriert. Die Basisstation übernimmt Datenerfassung, -verarbeitung und Mobilfunkübertragung an die Sensorbee Cloud.
Für umfassende Umweltüberwachung an Anlagen arbeitet der NH₃-Sensor zusammen mit:
Die Sensorbee Cloud liefert Echtzeitdaten mit konfigurierbaren Schwellenwerten, historische Trendanalyse und Exporte für regulatorische Berichte.
NH₃-Sensor über M8 mit dem Air Pro 2 oder Air Lite verbinden. Die Basisstation erkennt den Sensor automatisch und beginnt zu messen. Keine Vor-Ort-Kalibrierung, keine Software-Konfiguration.
Für die Überwachung an Agrar- und Abfallanlagen Stationen an den Anlagengrenzen unter den vorherrschenden und sekundären Windrichtungen platzieren. In der Nähe empfindlicher Empfänger (Wohngebiete, Schulen, Krankenhäuser) zusätzliche Stationen für empfängerorientierte Daten.
Das kompakte 25-g-Modul mit niedrigem Stromverbrauch eignet sich gut für solarbetriebene entfernte Installationen — unter 50 mW minimiert den Energiebedarf.
Der NH₃-Sensor und der VOC-Sensor (SB4292) nutzen die M8-Schnittstelle, während die elektrochemischen Gassensoren (NO₂, SO₂, O₃, CO, H₂S, NO) den Standard-Sensoranschluss verwenden. Beide Schnittstellentypen werden vom Air Pro 2 und Air Lite unterstützt.
Ja — den NH₃-Sensor und den H₂S-Sensor an derselben Air-Pro-2-Basisstation einsetzen. Diese Kombination ist besonders wertvoll an Abfall- und Agrarstandorten, an denen beide Gase aus zersetzendem organischem Material freigesetzt werden.
Der Sensor ist primär für Außen- und Grenzanwendungen konzipiert. Für Innenräume (z. B. Stallungen, Kühllager) sind der 0–100-ppm-Bereich und die Umweltbedingungen grundsätzlich geeignet — spezifische Innenraumanwendungen besprechen Sie bitte mit dem technischen Support von Sensorbee.
Ammoniak ist in höheren Konzentrationen vorhanden als die Spurengase der ppb-Sensoren (NO₂, SO₂, O₃, H₂S, NO). An Agrar- und Abfallanlagen sind Grenzwerte von 1–10 ppm üblich. Der Bereich 0–100 ppm mit 10 ppb Auflösung bietet das richtige Verhältnis von Spannweite und Auflösung.
Atmosphärisches Ammoniak reagiert mit Schwefel- und Salpetersäure (aus SO₂- und NOx-Emissionen) zu Ammoniumsulfat- und Ammoniumnitrat-Partikeln. Diese sekundären Aerosole sind in vielen Regionen ein bedeutender Bestandteil von PM2.5 — Ammoniakreduktion ist eine mögliche Strategie zur Verbesserung der Feinstaub-Luftqualität.
Sprechen Sie mit unserem technischen Team über Spezifikationen, Standorteignung und Preise.